// Mitwirkende

Die Liste der Personen, die beim CLINCH 2018 dabei sind, wird laufend ergänzt. Schaut auf unseren Blog für aktuelle Updates!

@decolonial_killjoy ist Bildende Künstlerin, Community Organiser, Filmmachende und leitet den Kunst- und Community Raum WE DEY x SPACE in Wien. (we-dey.in) In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf eine radikale, utopische, queer feministische Kollektivität von Schwarzen Menschen und People of Color und Themen wie Community, Solidarität und Belonging. @decolonial_killjoy arbeitet und lebt in Wien.

Ibrahim Arslan

Ibrahim Arslan überlebte 1992 den rassistisch motivierten Brandanschlag auf das Wohnhaus seiner Familie in Mölln, bei dem 3 Angehörige sterben mussten. Heute ist er 32 und kämpft als Aktivist, als Redner in Podiumsdiskussionen und in Schulen dafür, die Perspektive der Betroffenen von rechtsextremer Gewalt in den Vordergrund zu stellen, sowie Menschen zu ermutigen, sich gegen Rassismus einzusetzen. In Solidarität mit den Opfern der NSU Morde ist er seit einigen Jahren auf Veranstaltungen zu diesen Themen aktiv.

Leyla Yenirce

Leyla Yenirce lebt und arbeitet als freie Autorin, Filmschaffende und Künstlerin in Hamburg. Neben dem Missy Magazine schreibt sie regelmäßig für taz.die tageszeitung und hat gemeinsam mit der Performance Künstlerin Jesseline Preach das intersektionale Musikkollektiv „One Mother“ gegründet. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich journalistisch als auch künstlerisch mit der kulturellen Dimension der Großstadt und dem Leben der jesidischen Frauen in der Diaspora in Deutschland.

Maissara Saeed

Maissara Saeed wurde 1973 in Omdurman in der Mitte des Sudan geboren. Dort schloss er sein Studium im Bereich der Medizintechnik an der Khartoum Universität ab. Nach dem er mehrere Jahre als medizinischer Wissen­schaftler in Krankenhäusern, und als Tutor an der Universität gearbeitet hatte, floh er 2010 nach Deutschland. Seit den frühen 90er Jahren begann er politisch und sozial aktiv zu werden. Dieses Engagement setzt er bis heute in Deutschland fort und beschäftigt sich mit den Themen: Frieden, Menschen­rechte und soziale Gerechtigkeit.
Mitbegründer: Umbaja e. V, German Sudanese association for development und refugee protest camp Hannover.
Mitglied bei verschiedenen Vereinen.

Massimo Perinelli

Dr. Massimo Perinelli arbeitet als Referent für Migration in der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Zuvor war er an der Universität  Köln als Historiker beschäftigt, wo er zu Körper- und Sexualitätsgeschichte, zu US-Geschichte und zur Geschichte der Migration forschte und lehrte und 2009 zum italienischen Neorealismus promovierte. Seit fast 20 Jahren ist er in dem migrantischen Netzwerk Kanak Attak aktiv und Mitbegründer der Initiative “Keupstraße ist überall”. Mit dem Kollektiv Dostluk Sineması hat er 2014 das Buch “Von Mauerfall bis Nagelbombe. Der NSU-Anschlag im Kontext der Pogrome und Anschläge der neunziger Jahre” publiziert, in dem eine migrantische Perspektive auf den NSU-Komplex geworfen wird. Zuletzt organisierte er im Mai 2017 das Tribunal NSU-Komplex auflösen in Köln mit, auf dem unzählige Initiativen und Akteure aus der Perspektive der Migration zusammen mit Betroffenen des NSU-Terrors und Angehörigen von Opfern eine gesellschaftliche Anklage des strukturellen Rassismus formulierten.

 

Soziologin und Bloggerin (shehadistan.com) aus Bielefeld und festes Mitglied des feministischen Blog-Kollektivs maedchenmannschaft.net.

Simone Dede Ayivi

Foto: Juliane Kremberg

Simone Dede Ayivi hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim studiert. Heute lebt sie in Berlin, produziert Text und macht Theater. In ihrer Performance “Krieg der Hörnchen” arbeitet sie sich durch ein akribisch zusammengestelltes Hörnchenarchiv, um in Soundcollagen und Videoprojektionen Deutschtümelei und Xenophobie zu verhandeln.
In Ihren Inszenierungen am Ballhaus Naunynstraße arbeitet sie mit Schauspieler_innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen diese im Alltag und am Theater konfrontiert werden. Ihre Arbeiten erkunden Klischees und widersetzen sich der Darstellung des „Fremden“ und „Anderen“ indem Stereotype hinterfragt, zerlegt und durch neue widerständige Bilder ersetzt werden.Im September 2014 hatte ihre Arbeit “Performing Back – Eine zukünftige Erinnerungsperformance” zur deutsch-togoischen Kolonialgeschichte in Berlin an den Sophiensaelen Premiere. Ab Herbst 2016 wird ihre neue Show “First Black Woman In Space” zu sehen sein.

Tunay Önder

Tunay Önder studierte Soziologie und ist als Arbeitsmigrantin zwischen verschiedenen Parallelgesellschaften wie Wissenschaft, Theater und Medien tätig. Ihr Hauptinteresse gilt der herrschaftsfreien Migrationsgesellschaft und wie man sich ihr redend, schreibend und handelnd nähern kann. 2011 gründete sie zusammen mit Imad Mustafa den Blog migrantentstadl als virtuelles Spielzimmer für postmigrantische Geschichten und Ansichten mit dadaistischem Einschlag. Seit 2015 ist Tunay Önder Jury-Mitglied für freie Theaterschaffende der Stadt München. Aktuell erschien ihr Buch migrantenstadl zusammen mit Imad Mustafa im Unrast Verlag.