// Mitwirkende

Die Liste der Personen, die beim CLINCH 2018 dabei sind, wird laufend ergänzt. Schaut auf unseren Blog für aktuelle Updates!

@decolonial_killjoy ist Bildende Künstlerin, Community Organiser, Filmmachende und leitet den Kunst- und Community Raum WE DEY x SPACE in Wien. (we-dey.in) In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf eine radikale, utopische, queer feministische Kollektivität von Schwarzen Menschen und People of Color und Themen wie Community, Solidarität und Belonging. @decolonial_killjoy arbeitet und lebt in Wien.

Ayşe Güleç

Ayşe Güleç  ist Pädagogin und Kulturarbeiterin und als forschende Aktivistin und Kulturarbeiterin in den Bereichen Migration, Postkolonialismus, Anti-Rassismus und Kunst und Kunstvermittlung tätig. Sie war als Community Liaison für die documenta 14 in Kassel tätig und ist in der Initiative 6. April sowie in der Society of Friends of Halit und im Tribunal „NSU-Komplex auflösen aktiv.

 

Sie studierte Sozialpädagogik an der Universität Kassel und begann ab 1998 im Kulturzentrum Schlachthof im Bereich Migration und (inter-)kulturelle Bildung zu arbeiten. Sie entwickelte den documenta 12 Beirat zum Aufbau von Verbindungen zwischen Kassel und der Ausstellung und war in Folge dessen die Sprecherin und war Mitglied der Maybe Education Gruppe der dOCUMENTA (13).

Bad&Boujee

Foto: Clara Renner

Bad&Boujee ist das erste all black female DJ & MC Kollektiv in Österreich und wurde gegründet um Schwarze Frauen mit verschiedenen Vorgeschichten zu unterstützen und zu zelebrieren. Das Kollektiv wurde von den zwei Wienerinnen Elisabeth Taruvinga & Enyonam Tetteh-Klu gegründet und zusammen mit ihren Resident DJs, Tonica Hunter & Tmnit Ghide, und Resident MCs,Tanya Moyo &, wollen sie Partys schmeißen auf der sich jede Person unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und Sexualität wohl fühlen und loslassen kann und somit ein Zeichen für Zusammenhalt setzen.

Bafta Sarbo

Bafta Sarbo lebt und studiert in Berlin. Sie ist im Vorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund e.V.) und aktiv im NSU-Tribunal Bündnis. Sie arbeitet zu materialistischer Rassismuskritik und dem Zusammenhang von Marxismus und Antirassismus, sowie Racial Profiling.

Camufingo

Camufingo wurde in Potsdam geboren und begann im Alter von sechzehn Jahren sich erstmals mit
Rap auseinanderzusetzen. Seine Musik kombiniert Schlagfertigkeit mit Empathie und erinnert uns
daran, dass Rhythm and poetry ursprünglich eine Ausdrucksform war, die uns Zugang zu einem
unendlichen Schatz an Wissen und Erfahrungen ermöglicht.


Mit mutigen Pointen und einprägsamen Hooks erzählt er die Geschichten eines Menschen, der
zwischen den Herkunftsländern seiner Eltern, Deutschland und Angola, in zwei Welten lebt.


Im Anschluss an die EPs “Diaspora 0.5”, “Wahr Sagen” und “Finde Chico” veröffentlichte Camufingo
am 21. September 2018 sein Debütalbum „Ombanji“ (Umbundu: das Zeugnis), in dem er sich
zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerungen und Visionen, Schmerz und Erlösung bewegt.
Mit Conscious Rap auf Boom Bap und Trap Beats führt uns Ombanji in eine selbstbewusste und
selbstbestimmte Zukunft.

Chris Msosa

Chris Msosa (George Msosa) is a Poet, events organiser and a trained Chef.

 

Aside from managing the Story club arts cafe he is also the co-founder of the living-room poetry-club.

 

A member of AIM(Arts Impacting Malawi) a collecting of artists working on raising the awareness of alcohol abuse, drug abuse, suicide and mental health among the youth through artistic discipline.

Ebow

Komplexität ist das neue Album der Wahlwiener Rapperin Ebow. Komplexität deshalb, weil das Wort den Status Quo unserer Gegenwart beschreibt und Ebow diese in Worte fassen will.  Komplexität aber auch, weil das Album einen Bogen spannen will von sozialkritischem Rap (Asyl, Baba Bak) über intime Reflektionen (Das Wetter, Vogel & Meer) bis hin zu Club-Bangern (Ghetto Rave, Bad Lan). Um dieser Vielfalt in Inhalt und Sound Rechnung zu tragen, hat Ebow mit einer Vielzahl an Produzenten zusammengearbeitet: Nik Le Clap, mit dem sie schon seit ihren musikalischen Anfängen arbeitet, Pennedhaus, der auch auf der aktuellen Single Paradise gefeatured ist, Walter P99 Arke$tra, mit dem sie auch ihr anderes Musikprojekt Gaddafi Gals macht, außerdem ZinoBeatz und Rafael Alvarez. Dabei wird Komplexitätgerade durch die Verschiedenartigkeit der Songs zusammengehalten. Ebows Style reicht dabei von Old School Rap bis hin zu Future R’n’B. Erstmals Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte Ebow durch Guerilla-Auftritte im Münchner Bahnhofsviertel, unter anderem in Waschsalons, Supermärkten oder der Straßenbahn. Auf die ersten Reaktionen der Presse (SZ, BR etc.) folgten zahlreiche Liveauftritte auf konventionelleren Bühnen. Mit dem selbstproduzierten halbstündigen Video-Mixtape Habibi’s Liebe und Kriege verortete sich Ebow zwischen Hip Hop und orientalischen Klängen und verpackte soziale Realität in angriffslustige Texte, die von Geschlechterrollen in der türkischen Community, falschen Patriotismus bis zu Waffenhandel reichen.

Forward Maisokwadzo

Forward Maisokwadzo doubles up as the National Media & Communications Officer with City of Sanctuary, and Coordinator, Bristol City of Sanctuary. He is an exiled Zimbabwean journalist, and former Communications Officer at the journalism charity, The MediaWise Trust which developed the Refugees & Asylum Seekers Media Project that gave rise to the Exiled Journalists’ Network.

 

Forward is deeply involved within the community in Bristol. He is one of the founders and former Chair of the Bristol based African Voices Forum- a network of African and African-Caribbean community groups in the city. He also founded, ZIMBA FC- a multi-national football team currently playing in the Bristol & District Saturday League, to use football as a tool for integration.

 

He has been a trustee of several organisations including the Avon and Bristol Law Centre, Bristol Refugee Rights, and Chair of AfriKaEye Film Festival. He has won several media and community champion awards.

Golschan Ahmad Haschemi

Foto: @GAH

Golschan Ahmad Haschemi ist Kulturwissenschaftlerin & Performerin. Ihre Arbeit changiert an den Schnittstellen zwischen künstlerischer, politischer und wissenschaftlicher Theorie & Praxis zu (Anti-)Rassismus, Feminismus, Postkolonialismus und Empowerment. Sie schreibt, performt und forscht zu Diskursen rund um Dominanzgesellschaft, machtkritische Perspektiven darauf und widerständigen Handlungsstrategien. Als Bildungsreferentin berät, schult und coacht sie bei der Umsetzung nachhaltiger antisemitismus- und rassismuskritischer Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit.

Hotspot of Power

Hotspot of Power ist…

…ohne dumme Fragen, wie: „Wo kommst denn wirklich her?“
…von und für Jugendliche und junge Erwachsene of Color
…für eine rassimus- und diskriminierungsfreie Gesellschaft
…für alle im Alter von 16-27, die Rassismus erfahren
…das angesagteste Jugendnetzwerk ever
…chillen mit coolen Leuten
…Projekte planen
…EmPowerment
…unterstützend
…organisieren
…CommUnity
…vorbildlich
…wachsend
…engagiert
…vernetzen
…Wakanda
…Selfcare
…Bildung
…Heilung
…L.O.V.E.
…on fleek
…Zukunft
…familiär
…kreativ
…stark
…lit


Hotspot of Power wird unterstützt vom Mädchenhaus zwei13 e.V. und der „»ju:an« -Praxisstelle der Amadeu Antonio Stiftung.

Ibrahim Arslan

Ibrahim Arslan überlebte 1992 den rassistisch motivierten Brandanschlag auf das Wohnhaus seiner Familie in Mölln, bei dem 3 Angehörige sterben mussten. Heute ist er 32 und kämpft als Aktivist, als Redner in Podiumsdiskussionen und in Schulen dafür, die Perspektive der Betroffenen von rechtsextremer Gewalt in den Vordergrund zu stellen, sowie Menschen zu ermutigen, sich gegen Rassismus einzusetzen. In Solidarität mit den Opfern der NSU Morde ist er seit einigen Jahren auf Veranstaltungen zu diesen Themen aktiv.

Jacqueline Aslan

Jacqueline Aslan lebt und arbeitet hauptsächlich in Berlin. Sie setzt sich als Sozialarbeiterin und Bildungsforscherin an der Schnittstelle zwischen Schule, Jugendhilfe, Geflüchteten und Politik für bessere Zugänge ein. In ihren Bildungs- und Kulturprojekten geht es um darum, marginalisiertes Wissen sichtbar zu machen und Geflüchtete zu empowern. Die Sichtbarmachung marginalisierten Wissens behandelt sie seit mehreren Jahren im Kontext von Gastarbeiter_innengeschichte, êzîdischer Diaspora und deutscher Erinnerungskultur. Freiberuflich gibt sie Workshops zu Klassismus und behandelt in Verbindung mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen das Thema Traumasensibilität. International arbeitet sie mit êzîdischen Überlebenden den durch den „IS“ verübten Genozid auf.

 

Kanakistan

Tamer Düzyol, geb. 1982, in Mönchengladbach, im Maria-Hilf-Krankenhaus, trotz dass er in eine Hauptschule abgeschoben werden sollte, suchte er seinen Weg in ein Studium der Politikwissenschaften in Frankfurt/Main und promovierte anschließend.

 

Taudy Pathmanathan, 1990 geb. als Niedersächsin und Tochter. Als studierte Erziehungswissenschaftlerin sensibilisiert sie leidenschaftlich gern junge Generationen durch kreative Aktionen. Aber auch ihre sonstige Umgebung bleibt ihrem Eifer nicht verschont. Bei gemütlichen Teegesellschaften werden zukünftige Schachzüge geplant.

 

Als KANAKISTAN organisierten Pathmanathan und Düzyol die (post)migrantischen Kunst- und Kulturreihen „Willkommen in KANAKISTAN“ (2016) und „KANAKISTAN 2.0“ (2017) in Erfurt, um (post)migrantische Perspektiven sichtbar zu machen. Eine Besucherin der KANAKISTAN-Reihen sendete ihnen ein Gedicht zu, was die eigenen Gedanken und Erfahrungen in der hiesigen Gesellschaft behandelte. Dieser „Aufschrei“ stellt den Anfangsimpuls für „HAYMATLOS“ dar, ein Gedichtband, der sich mit Rassismus, Ausgrenzung sowie Migrationsgeschichten auseinandersetzt. Düzyol und Pathmanathan haben mit „HAYMATLOS“ eine Plattform geschaffen, die Perspektiven zusammenbringt und vereint. Mit über 90 lyrischen Texten haben rund 50 Poet*innen „HAYMATLOS“ mit Leben eingehaucht. „HAYMATLOS“ ist politisch, widerständig, gefühlsstark, selbstermächtigend, authentisch und ein neues zu Hause.

KARFI

KARFI ist ein Bildungskollektiv, bestehend aus drei Schwarzen Frauen, das rassismuskritische und dekolonisierende Sensibilisierungs- und Empowermentarbeit macht und anbietet. Neben der Bildungs- und Empowermentarbeit verstehen wir uns auch als Wissenschaftlerinnen und Autorinnen, in verschiedenen Disziplinen verortet und an verschiedenste Bildungslandschaften anknüpfend. Wir sind auch als Beraterinnen, Moderatorinnen, Kuratorinnen und vieles mehr unterwegs. 

 

Leyla Yenirce

Leyla Yenirce lebt und arbeitet als freie Autorin, Filmschaffende und Künstlerin in Hamburg. Neben dem Missy Magazine schreibt sie regelmäßig für taz.die tageszeitung und hat gemeinsam mit der Performance Künstlerin Jesseline Preach das intersektionale Musikkollektiv „One Mother“ gegründet. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich journalistisch als auch künstlerisch mit der kulturellen Dimension der Großstadt und dem Leben der êzîdischer Frauen in der Diaspora in Deutschland.

Maissara Saeed

Maissara Saeed wurde 1973 in Omdurman in der Mitte des Sudan geboren. Dort schloss er sein Studium im Bereich der Medizintechnik an der Khartoum Universität ab. Nach dem er mehrere Jahre als medizinischer Wissen­schaftler in Krankenhäusern, und als Tutor an der Universität gearbeitet hatte, floh er 2010 nach Deutschland. Seit den frühen 90er Jahren begann er politisch und sozial aktiv zu werden. Dieses Engagement setzt er bis heute in Deutschland fort und beschäftigt sich mit den Themen: Frieden, Menschen­rechte und soziale Gerechtigkeit.
Mitbegründer: Umbaja e. V, German Sudanese association for development und refugee protest camp Hannover.
Mitglied bei verschiedenen Vereinen.

Massimo Perinelli

Dr. Massimo Perinelli arbeitet als Referent für Migration in der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Zuvor war er an der Universität  Köln als Historiker beschäftigt, wo er zu Körper- und Sexualitätsgeschichte, zu US-Geschichte und zur Geschichte der Migration forschte und lehrte und 2009 zum italienischen Neorealismus promovierte. Seit fast 20 Jahren ist er in dem migrantischen Netzwerk Kanak Attak aktiv und Mitbegründer der Initiative “Keupstraße ist überall”. Mit dem Kollektiv Dostluk Sineması hat er 2014 das Buch “Von Mauerfall bis Nagelbombe. Der NSU-Anschlag im Kontext der Pogrome und Anschläge der neunziger Jahre” publiziert, in dem eine migrantische Perspektive auf den NSU-Komplex geworfen wird. Zuletzt organisierte er im Mai 2017 das Tribunal NSU-Komplex auflösen in Köln mit, auf dem unzählige Initiativen und Akteure aus der Perspektive der Migration zusammen mit Betroffenen des NSU-Terrors und Angehörigen von Opfern eine gesellschaftliche Anklage des strukturellen Rassismus formulierten.

 

Nabeela Khan

Nabeela Khan hat an der Goethe Universität Erziehungswissenschaften (BA) und an der Philipps-Universität Marburg Erziehungs-und Bildungswissenschaften im Master studiert. Seit 2011 engagiert sie sich im Bereich der feministischen Mädchenarbeit und hat neben ihrem Studium im Fem Mädchenhaus Frankfurt gearbeitet. Seit 2013 arbeitet Sie im Bereich der Rassismus kritischen Bildungsarbeit und ist seit 2016 Bildungsreferentin in der Bildungsstätte Anne Frank. Zu Ihren Arbeitsschwerpunkten zählen: Alltagsrassismus, Diskriminierung, Antimuslimischer Rassismus, Radikalisierung im Kontext von Islamismus sowie die Ausbildung von Trainer*innen.

Foto: Kathinka Schroeder

Nadiah Riebensahm (*1992 in Göttingen, Niedersachsen) studiert den Master Inszenierung der Künste und Medien in Hildesheim. In ihrer künstlerischen und akademischen Arbeit setzt sie sich mit Themen der post-colonial studies, afrodiasporischer Identität_en und intersektionalen Feminismen auseinander. Während ihrer Zeit an der StiftungsUniversität Hildesheim hat sie die PoC-Hochschulgruppe mitbegründet. Mit ihrem Performancekollektiv TEAM SOFT erarbeitet sie seit 2016 unterhaltsames Performancetheater mit herrschaftskritischen Ansprüchen.

Foto: Carolin Wessel

Nadia Shehadeh ist Soziologin und lebt in Bielefeld, wo sie auch ihr Studium abgeschlossen hat. 2010 begann sie mit dem bloggen und schloss sich ein  Jahr später dem Autor_innenkollektiv des feministischen Blogs maedchenmannschaft.net an – eins der immer noch größten ehrenamtlich betriebenen feministischen Blogprojekte Deutschlands, das neben Texten neuerdings auch regelmäßig einen eigenen feministischen Podcast produziert. Sie betriebt auch ihre eigene Plattform shehadistan.com, auf der sie seit 2012 mit intersektionalem Anspruch über Feminismus, Rassismus und Popkultur bloggt und sich außerdem mit digitalem versus analogen Aktivismus auseinandersetzt. Sie schreibt regelmäßig für diverse Print- und Online-Formate, ist als Referentin aktiv und hat in der Vergangenheit verschiedene aktivististische Kollektive unterstützt, unter anderem Bühnenwatch.

Foto: Duo Blau

Nadia Tehran bewegt sich  musikalisch irgendwo zwischen leichten Pop Melodien, rhytmischen Elektro Beats und Hip Hop. Das gibt den Kontrast wieder, in dem sie aufgewachsen ist – Die Muslimin im einer christlichen Stadt, inmitten des schwedischen “Bible Belt”; fremd in der schwedischen Gesellschaft und die Schwedin in einer persischen Familie.

 

Mit zwölf entdeckte Nadia ihre Leidenschaft für Musik, in welcher sie ihre Gefühle der Nichtzugehörigkeit auszudrücken suchte. Nachdem sie in verschiedenen Punkbands als Frontfrau und Sängerin unterwegs war, fand sie ihren eigenen Stil als Solo Künstlerin.

Naila Ibupoto

Naila Ibupoto was born in Poland Lódz. Today she lives in Poznań where she graduated from the faculty of painting and drawing at the University of Arts. She took part in art projects concerning intolerance and racism like “INSIDE OUT POZNAN – HISTORIES AGAINST THE HISTORY”.

Müge Zünbül

Müge Zünbül ist Soziologin und arbeitet aktuell als Bildungsreferentin im Projekt „Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus“ in Hamburg. Bisherige Arbeitsbereiche lagen in Geschichte und Kontinuitäten des deutschen Nationalsozialismus sowie in aktuellen gesellschaftspolitischen Themen um Gender, Rassismuskritik, Antisemitismus und (extreme) Rechte.

 

Sie ist Mitherausgeberin der Broschüre „Rassismus als Terror, Struktur und Einstellung; Bildungsbaustein NSU-Komplex“.

Néhémy Pierre-Dahomey

Foto: © Astrid di Crollalanza

Néhémy Pierre-Dahomey wurde 1986 als Kind eines Pastors in Port-au-Prince, Haiti, geboren und lebt seit 2013 in Paris. Er hat Philosophie in Port-au-Prince und Paris studiert und über Henri Bergson gearbeitet. Die Zurückgekehrten ist sein Debütroman, er wurde mit dem Prix Révélation 2017 der Société des Gens de Lettres, mit dem Prix de soutien Cino Del Luca auf Vorschlag der Académie Française sowie mit dem Prix Carbet des Lycéens de la Caraïbe 2018 ausgezeichnet.

Nino Novakovic​

  • Student der Wirtschaftspädagogik und Politik in Göttingen.
  • Mensch mit Romnohintergrund und Fluchterfahrung.
  • BPoC- und Roma-Aktivist bei Jugendliche ohne Grenzen und bei der Migrant*innenselbstjugendorganisation Terne Rroma Südniedersachsen e.V.
  • Empowerment-, Sensibilisierungstrainer rund um das Thema Roma und Sinti und Trainer zu interkulturellen Kompetenz in der Jugendarbeit, mit Schwerpunkt Rassismuskritik.
  • Preisträger Niedersächsischer Integrationspreis Thema Migration und Flucht 2014.
  • Mitbegründer von „Ternengo Drom e Romengo“ e.V., „Roma-Jugend Initiative Northeim“, „Terne Rroma Südniedersachsen e.V.“, Rap-Crew „Y.W.B“, Initiative „Young Balkans“ und dem Migrationsrat Northeim.

 

Seit 2012 setze ich mich in verschiedenen (Jugend) Vereine, Initiativen und Verbänden mit den Themen Jugendarbeit, Selbstorganisationen, Migration und Flucht, Empowerment, Rassismus, Bleiberecht sowie mit den Interessen der Kinder- und Jugendliche, vor allem aus der BPoC-Community in der Gesellschaft aus verschiedener Art und Weise auseinander und versuche ein Beitrag zur Rassismuskritischen Perspektive, Bildungsarbeit in der Gesellschaft beizutragen und Dinge zu verändern.

Nissar Gardi

Nissar Gardi ist Erziehungswissenschaftlerin und Bildungsreferentin im Projekt empower – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Hamburg. Zudem Referentin in der politischen Erwachsenenbildung zu den weiteren Schwerpunkten kritisches Diversity, Migration, Empowerment und Gender.

 

Sie ist Mitherausgeberin der Broschüre „Rassismus als Terror, Struktur und Einstellung; Bildungsbaustein NSU-Komplex“

Noah Sow

Noah Sow ist Deutschlands bekannteste Expertin und Vortragende zu den Ökonomien und Praxen angewandter Dekolonisierung und postmigrantischer Politiken in Kulturproduktionen. Ihre Texte, Analysen und Praxis finden Einfluss in Popularmedien, Kultur und Wissenschaft. Sie war Mitglied im Interkulturellen Rat Deutschland und gründete 2001 die erste afrodeutsche Media-Watch Organisation. Ihr Buch »Deutschland Schwarz Weiß« wurde seit seinem Erscheinen zum Standard in der Lehre und Diskussion über strukturellen Rassismus in der BRD. Als bildende Künstlerin verbindet Noah Sow Popkultur und Widerstand in multimedialen Installationen. Als Dozentin hält sie Vorträge und Vorlesungen im In- und Ausland.

 

mehr: www.noahsow.de

Nuray Demir

Nuray Demir ist Künstlerin und Kuratorin im Bereich der visuellen, darstellenden/ performativen Künste. Ihre Praxis ist von einem forschenden und radikal transdisziplinären Ansatz gekennzeichnet. Für ihre Projekte arbeitet sie kollaborativ mit Personen aus unterschiedlichen Bereichen, mit denen sie temporäre Ensembles bildet. Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten insbesondere mit Debatten und Begriffen der feministischen und postkolonialen Theorie. Nuray Demirs Arbeit ist dabei von einem kritischen Blick auf soziale Ausschlüsse und komplexe hierarchische Verhältnisse gekennzeichnet; mit ihrem Werk entwirft sie künstlerische Irritationen und Gegenpositionen und formuliert damit einen Vorstellungs- und Ermächtigungsraum für soziale Gleichstellung. Sie realisierte Projekte an diversen Institutionen, wie etwa auf Kampnagel in Hamburg, in den Sophiensaelen in Berlin, dem Hebbel am Ufer in Berlin und die Wiener Festwochen. Zudem trägt sie ihre Ansätze in die Lehre, etwa an der Universität der Künste Berlin.

 

www.nuraydemir.de 

Olivia Hyunsin Kim

Olivia Hyunsin Kim arbeitet als Choreografin, Performerin und Dozentin in Berlin und Frankfurt. Nach Ihrem Studium in Germanistik und Politikwissenschaft an der Seoul National Universität, hat sie Tanz an der University of Hawai’i at Manoa und der Falmouth University (Dartington College) studiert. Den Master in Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen und der HfMDK Frankfurt schloss sie mit Auszeichnung ab. Sie interessiert sich für fiktive Alternativen zur Großerzählung. In der „MeMe“ Trilogie hinterfragt sie Exotismusmechanismen in der (westlichen) Zeitgenössichen Tanz- und Theaterszene. Der erste Teil „she came, she saw, she said: meme“ feierte bei den Tanztagen Berlin 2016 in den Sophiensælen Premiere und „MeMe – I see. Ah!“ bei neworks im ada Studio Berlin und flog bis nach Mexico. Der dritte Teil „Miss Yellow and Me – I wanna be a musical“ wurde am Mousonturm, in den Sophiensaelen und beim Sungmisan Theater Festival Seoul gezeigt.  Seit 2016 ist sie Teil der feministischen Performanceband „The Kill Joys“ zusammen mit Magda Drozd und den „instrumentischen Begleiter*innen“. 2017 war sie danceweb Stipendiatin bei Impulstanz.

 

„ddanddarakim“ fungiert als ein offenes Netz für Kollaborationen mit verschiedenen Künstler*innen und Institutionen. „Miss Yellow and Me – I wanna be a musical “ entstand in Kollaboration mit Jungyun Bae, Wicki Bernhardt, Yeonsook Jeong und Elischa Kaminer.

Pasquale Virginie Rotter

Pasquale Virginie Rotter, ist seit 2008 bundesweit als Fachreferentin, Performerin, Empowermenttrainerin, Moderatorin und Autorin tätig. Eine holistische Perspektive auf Körper und Intellekt in rassistischen und sexistischen Machtverhältnissen sowie transgenerational vermittelte Traumata ist ihr wichtig und für ihre Arbeit charakteristisch. 2010 entwickelte sie den Ansatz Empowerment in Motion, der Körper-, Biografiearbeit und Bewegungsimprovisation zusammenführt. 2013 wurde sie von Nzitu Mawakha im Fotoband Daima. Images of Women of Color portraitiert. Sie war Performerin u.a. im deutsch-ägyptischen Performanceprojekt Earthport in Berlin und Kairo. 2015 initiierte sie das 2017 erschienene feministische und adultismuskritische Kinderbuch Wir sind Heldinnen! Unsere Geschichten. 2017 war sie Teilnehmerin der Schreibwerkstatt des Literarischen Colloqiums Berlin, Anfang 2018 als Artist in Residence in Fordypningsrommet (Norwegen). Dort startete sie das instagram-Projekt #thelovinggaze, in dem sie digitale Selbstportraits mit empowermentorientierter Körperarbeit verbindet. Mit Janine Fuentes Rygalski leitet sie eine monatliche Empowerment-Schreibwerkstatt für BPoC-FLIT* in Berlin.

Peggy Piesche

Peggy Pische arbeitet beim Gunda-Werner-Institut und als Literatur- und Kulturwissenschaftlerin in verschiedenen Projekten in den Feldern und jeweiligen Schnittstellen von Diaspora und Translokalität, Performativität von Erinnerungskulturen (Spatiality and Coloniality of Memories) sowie Black Feminist Studies und Critical Race und Whiteness Studies. Seit 1990 ist sie Mitfrau in der NGO Schwarze Frauen in Deutschland ADEFRA e.V. Sie publiziert regelmäßig und ist Mitherausgeberin des zum Klassiker avancierten Sammel-bandes: Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland.

Rosa Fava

Rosa Fava lebt seit 2012 in Berlin, vorher in Hamburg. Sie befasst sich biografisch bedingt und seit dem Studium wissenschaftlich und praktisch-pädagogisch und politisch mit Rassismus, Antisemitismus, Gender und damit verbundenen Fragen. Nach dem Referendariat als Chemie- und Geschichtslehrerin arbeitete sie mehrere Jahre in der historisch-politischen Bildung, u.a. in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme/Hamburg.

 

Zu den Schwerpunkten gehörten die Situation von Schwarzen im Nationalsozialismus und der dominanzgesellschaftliche Blick auf so genannte Migrantenkinder. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Jüdischen Museum Berlin arbeitet sie nun in der Amadeu Antonio Stiftung in der “ju:an”-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit.

Simone Dede Ayivi

Foto: Juliane Kremberg

Simone Dede Ayivi hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim studiert. Heute lebt sie in Berlin, produziert Text und macht Theater. In ihrer Performance “Krieg der Hörnchen” arbeitet sie sich durch ein akribisch zusammengestelltes Hörnchenarchiv, um in Soundcollagen und Videoprojektionen Deutschtümelei und Xenophobie zu verhandeln.
In Ihren Inszenierungen am Ballhaus Naunynstraße arbeitet sie mit Schauspieler_innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen diese im Alltag und am Theater konfrontiert werden. Ihre Arbeiten erkunden Klischees und widersetzen sich der Darstellung des „Fremden“ und „Anderen“ indem Stereotype hinterfragt, zerlegt und durch neue widerständige Bilder ersetzt werden.Im September 2014 hatte ihre Arbeit “Performing Back – Eine zukünftige Erinnerungsperformance” zur deutsch-togoischen Kolonialgeschichte in Berlin an den Sophiensaelen Premiere. Ab Herbst 2016 wird ihre neue Show “First Black Woman In Space” zu sehen sein.

Tarik Tesfu

Tarik Tesfu ist Video-Kolumnist, Content Creator und seit 2017 Host bei Jäger & Sammler (ZDF). Getreu dem Motto: Das Ziel ist der Weg, zieht er nach dem Abitur nach Berlin, dann nach Wien, dann nach Köln, um dann wieder nach Berlin zu ziehen: Hurra!

 

In Berlin hat Tarik eine Ausbildung zum Erzieher absolviert, in Wien Medien-Dingsbums-Wissenschaften studiert und in Köln als TV-Redakteur gearbeitet. Als Feminist (Oha!) setzt er sich in seinen Videos für die Gleichberechtigung aller Geschlechter ein und zeigt dabei Rassismus, Sexismus, Homo-, Trans- und Islamfeindlichkeit den Stinkefinger. Tarik feiert Destiny`s Child, Wlan und Snickers-Eis: Yummy!

Tuĝba Tanyılmaz

Tuĝba Tanyılmaz ist aktuell die Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e.V.

Der Migrationsrat ist jenseits von Merkmalen wie Herkunft, Religion, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung, die Interessenvertretung unterschiedlicher Communities in Berlin.

 

Sie ist die Mitbegründerin und die Projektleitung der Initiative intersektionale Pädagogik (i-Päd).

 

Tuğba Tanyılmaz ist Erzieherin und Sozialarbeiterin. Ihre Schwerpunkte sind Intersektionalität, machtkritische Erziehung, rassimuskritische Bildung und Erziehung, LSBTIQ-Diskriminierung, Empowerment, Krisenintervention und Konfliktmanagement.

 

Als selbständige Bildungsreferentin und Mediatorin bietet sie (Edutainment-)Vorträge, Workshops, Prozessbegleitungen, Organisationsentwicklung und Lehrveranstaltungen an.

Tunay Önder

Tunay Önder ist Angehörige des akademischen Lumpenproletariats und in verschiedenen Parallelgesellschaften publizistisch, performativ und politisch tätig. 2011 gründete sie zusammen mit Imad Mustafa den für den Grimme-Award nominierten Blog Migrantentstadl als virtuelles Spielzimmer für postmigrantische Geschichten und Ansichten mit dadaistischem Einschlag. In scheinbar nebensächlichen Fragen, Randnotizen, alltäglichen Beobachtungen, Tonaufnahmen und Skizzen verdichten sie marginalisierte Perspektiven zu einem virtuellen Raum und irritieren damit herrschende Vorstellungen und Narrative.  2016 erschien Migrantenstadl als gleichnamiges Buch zum Blog im Unrast Verlag. Seither nutzt Tunay Önder den Blog als Archiv für die Entwicklung performativer, installativer und publizistischer Formate wie Buchprojekte, audio-visuelle Lecture Performances sowie Installationen.

 

Tunay Önder ist Mitherausgeberin von Urteile. Ein dokumentarisches Theaterstück über die Opfer des NSU (Unrast, 2016). Anlässlich des Tribunals „NSU-Komplex-Auflösen“ hat sie die Veranstaltungsreihe Aynwanderunk – Nix Sürük! an den Münchner Kammerspielen kuratiert (2016/2017). Ihre multimediale Installation Transtopischer Teppich wird im Rahmen der Dauerausstellung „Typisch München“ im Stadtmuseum München zu sehen sein. Derzeit arbeitet sie mit Komplizinnen des Migrantenstadl an ihrer Lecture Performance „Deutschstunde“, die im Herbst 2018 in der Galerie Kullukcu zur Aufführung kommt. Auf der Wiesbaden Biennale 2018 wird Tunay Önder das Migrantenstadl als 10-tägiges Happening in der Spielstätte Wartburg inszenieren.

Verena Meyer

Verena Meyer bewegt sich und andere bundesweit als Trainerin, Beraterin und Multiplikatorin für rassismuskritische, intersektionale Bildung und Empowerment. Als Prozessbegleiterin unterstützt sie Organisationen und Teams bei der (Weiter)Entwicklung von Strukturen und Inhalten für eine offene Institution. Sie coacht und begleitet Fachkräfte mit eigenen Rassismuserfahrungen im Kontext Sozialer Arbeit. In unterschiedlichen Settings bietet sie Critical Whiteness Workshops an. Ein weiteres Interessensgebiet und Schwerpunkt ihres Schaffens bildet eine diskriminierungssensible Traumapädagogik. Darüber hinaus ist sie in der feministischen Mädchen*arbeit aktiv sowie Mitinitiatorin des Hotspot of Power Netzwerks von und für Jugendliche und junge Erwachsene of Color in und um Hannover. Ihre Praxiserfahrungen veröffentlichte sie in verschiedenen Handreichungen. Wichtige Kraftquellen und Inspirationen für neue Ideen und Projekte findet sie in safer spaces, also in der Begegnung und Arbeit mit anderen Schwarzen Menschen und People of Color!

Vina Yun

Foto: Carolina Frank

Vina Yun, Jahrgang 1974, gehört zu den ältesten Kindern der sogenannten Zweiten Generation koreanischer Einwander_innen in Österreich. Sie arbeitet als freie Journalistin in Wien und Berlin, aktuell ist sie als Redakteurin bei der feministischen Zeitschrift Missy Magazine tätig. Sie schreibt über Popkultur, Feminismus, Queer Culture, Antirassismus und (Alternativ-)Medien. Homestories ist ihr erster Comic und wurde im Rahmen von kültür gemma!, einem Förderprogramm für migrantische Kunst- und Kulturschaffende in Wien, realisiert.

 

fb.com/homestoriesvienna

Yannicka Riebensahm

Yannicka Riebensahm ist 22 Jahre jung und studiert zurzeit Kulturwissenschaften in Leipzig. Hier engagiert sie sich im FSR, einer angehenden B*POC Hochschulgruppe und der örtlichen ISD für Rechte und Empowerment von B*POC im Osten Deutschlands. Die Passion für diese Kämpfe entwickelten sich in der ISD Hannover und dem Hotspot of Power, sowie dem aufwachsen im Internet und herumtreiben auf Instagram. Am liebsten arbeitet sie jedoch an der Ukulele und am (Make-up) Pinsel, um marginalisierte Perspektiven sichtbar und hörbar zu machen und bei all diesen Gründen mad zu sein noch lächelnd das Haus verlassen zu können.