// Mitwirkende

Die Liste der Personen, die beim CLINCH 2018 dabei sind, wird laufend ergänzt. Schaut auf unseren Blog für aktuelle Updates!

@decolonial_killjoy ist Bildende Künstlerin, Community Organiser, Filmmachende und leitet den Kunst- und Community Raum WE DEY x SPACE in Wien. (we-dey.in) In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf eine radikale, utopische, queer feministische Kollektivität von Schwarzen Menschen und People of Color und Themen wie Community, Solidarität und Belonging. @decolonial_killjoy arbeitet und lebt in Wien.

Bad&Boujee

Foto: Clara Renner

Bad&Boujee ist das erste all black female DJ & MC Kollektiv in Österreich und wurde gegründet um Schwarze Frauen mit verschiedenen Vorgeschichten zu unterstützen und zu zelebrieren. Das Kollektiv wurde von den zwei Wienerinnen Elisabeth Taruvinga & Enyonam Tetteh-Klu gegründet und zusammen mit ihren Resident DJs, Tonica Hunter & Tmnit Ghide, und Resident MCs,Tanya Moyo &, wollen sie Partys schmeißen auf der sich jede Person unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und Sexualität wohl fühlen und loslassen kann und somit ein Zeichen für Zusammenhalt setzen.

Ebow

Komplexität ist das neue Album der Wahlwiener Rapperin Ebow. Komplexität deshalb, weil das Wort den Status Quo unserer Gegenwart beschreibt und Ebow diese in Worte fassen will.  Komplexität aber auch, weil das Album einen Bogen spannen will von sozialkritischem Rap (Asyl, Baba Bak) über intime Reflektionen (Das Wetter, Vogel & Meer) bis hin zu Club-Bangern (Ghetto Rave, Bad Lan). Um dieser Vielfalt in Inhalt und Sound Rechnung zu tragen, hat Ebow mit einer Vielzahl an Produzenten zusammengearbeitet: Nik Le Clap, mit dem sie schon seit ihren musikalischen Anfängen arbeitet, Pennedhaus, der auch auf der aktuellen Single Paradise gefeatured ist, Walter P99 Arke$tra, mit dem sie auch ihr anderes Musikprojekt Gaddafi Gals macht, außerdem ZinoBeatz und Rafael Alvarez. Dabei wird Komplexitätgerade durch die Verschiedenartigkeit der Songs zusammengehalten. Ebows Style reicht dabei von Old School Rap bis hin zu Future R’n’B. Erstmals Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte Ebow durch Guerilla-Auftritte im Münchner Bahnhofsviertel, unter anderem in Waschsalons, Supermärkten oder der Straßenbahn. Auf die ersten Reaktionen der Presse (SZ, BR etc.) folgten zahlreiche Liveauftritte auf konventionelleren Bühnen. Mit dem selbstproduzierten halbstündigen Video-Mixtape Habibi’s Liebe und Kriege verortete sich Ebow zwischen Hip Hop und orientalischen Klängen und verpackte soziale Realität in angriffslustige Texte, die von Geschlechterrollen in der türkischen Community, falschen Patriotismus bis zu Waffenhandel reichen.

Forward Maisokwadzo

Forward Maisokwadzo doubles up as the National Media & Communications Officer with City of Sanctuary, and Coordinator, Bristol City of Sanctuary. He is an exiled Zimbabwean journalist, and former Communications Officer at the journalism charity, The MediaWise Trust which developed the Refugees & Asylum Seekers Media Project that gave rise to the Exiled Journalists’ Network.

 

Forward is deeply involved within the community in Bristol. He is one of the founders and former Chair of the Bristol based African Voices Forum- a network of African and African-Caribbean community groups in the city. He also founded, ZIMBA FC- a multi-national football team currently playing in the Bristol & District Saturday League, to use football as a tool for integration.

 

He has been a trustee of several organisations including the Avon and Bristol Law Centre, Bristol Refugee Rights, and Chair of AfriKaEye Film Festival. He has won several media and community champion awards.

Ibrahim Arslan

Ibrahim Arslan überlebte 1992 den rassistisch motivierten Brandanschlag auf das Wohnhaus seiner Familie in Mölln, bei dem 3 Angehörige sterben mussten. Heute ist er 32 und kämpft als Aktivist, als Redner in Podiumsdiskussionen und in Schulen dafür, die Perspektive der Betroffenen von rechtsextremer Gewalt in den Vordergrund zu stellen, sowie Menschen zu ermutigen, sich gegen Rassismus einzusetzen. In Solidarität mit den Opfern der NSU Morde ist er seit einigen Jahren auf Veranstaltungen zu diesen Themen aktiv.

Kanakistan

Tamer Düzyol, geb. 1982, in Mönchengladbach, im Maria-Hilf-Krankenhaus, trotz dass er in eine Hauptschule abgeschoben werden sollte, suchte er seinen Weg in ein Studium der Politikwissenschaften in Frankfurt/Main und promovierte anschließend.

 

Taudy Pathmanathan, 1990 geb. als Niedersächsin und Tochter. Als studierte Erziehungswissenschaftlerin sensibilisiert sie leidenschaftlich gern junge Generationen durch kreative Aktionen. Aber auch ihre sonstige Umgebung bleibt ihrem Eifer nicht verschont. Bei gemütlichen Teegesellschaften werden zukünftige Schachzüge geplant.

 

Als KANAKISTAN organisierten Pathmanathan und Düzyol die (post)migrantischen Kunst- und Kulturreihen „Willkommen in KANAKISTAN“ (2016) und „KANAKISTAN 2.0“ (2017) in Erfurt, um (post)migrantische Perspektiven sichtbar zu machen. Eine Besucherin der KANAKISTAN-Reihen sendete ihnen ein Gedicht zu, was die eigenen Gedanken und Erfahrungen in der hiesigen Gesellschaft behandelte. Dieser „Aufschrei“ stellt den Anfangsimpuls für „HAYMATLOS“ dar, ein Gedichtband, der sich mit Rassismus, Ausgrenzung sowie Migrationsgeschichten auseinandersetzt. Düzyol und Pathmanathan haben mit „HAYMATLOS“ eine Plattform geschaffen, die Perspektiven zusammenbringt und vereint. Mit über 90 lyrischen Texten haben rund 50 Poet*innen „HAYMATLOS“ mit Leben eingehaucht. „HAYMATLOS“ ist politisch, widerständig, gefühlsstark, selbstermächtigend, authentisch und ein neues zu Hause.

KARFI

KARFI ist ein Bildungskollektiv, bestehend aus drei Schwarzen Frauen, das rassismuskritische und dekolonisierende Sensibilisierungs- und Empowermentarbeit macht und anbietet. Neben der Bildungs- und Empowermentarbeit verstehen wir uns auch als Wissenschaftlerinnen und Autorinnen, in verschiedenen Disziplinen verortet und an verschiedenste Bildungslandschaften anknüpfend. Wir sind auch als Beraterinnen, Moderatorinnen, Kuratorinnen und vieles mehr unterwegs. 

 

Leyla Yenirce

Leyla Yenirce lebt und arbeitet als freie Autorin, Filmschaffende und Künstlerin in Hamburg. Neben dem Missy Magazine schreibt sie regelmäßig für taz.die tageszeitung und hat gemeinsam mit der Performance Künstlerin Jesseline Preach das intersektionale Musikkollektiv „One Mother“ gegründet. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich journalistisch als auch künstlerisch mit der kulturellen Dimension der Großstadt und dem Leben der jesidischen Frauen in der Diaspora in Deutschland.

Maissara Saeed

Maissara Saeed wurde 1973 in Omdurman in der Mitte des Sudan geboren. Dort schloss er sein Studium im Bereich der Medizintechnik an der Khartoum Universität ab. Nach dem er mehrere Jahre als medizinischer Wissen­schaftler in Krankenhäusern, und als Tutor an der Universität gearbeitet hatte, floh er 2010 nach Deutschland. Seit den frühen 90er Jahren begann er politisch und sozial aktiv zu werden. Dieses Engagement setzt er bis heute in Deutschland fort und beschäftigt sich mit den Themen: Frieden, Menschen­rechte und soziale Gerechtigkeit.
Mitbegründer: Umbaja e. V, German Sudanese association for development und refugee protest camp Hannover.
Mitglied bei verschiedenen Vereinen.

Massimo Perinelli

Dr. Massimo Perinelli arbeitet als Referent für Migration in der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Zuvor war er an der Universität  Köln als Historiker beschäftigt, wo er zu Körper- und Sexualitätsgeschichte, zu US-Geschichte und zur Geschichte der Migration forschte und lehrte und 2009 zum italienischen Neorealismus promovierte. Seit fast 20 Jahren ist er in dem migrantischen Netzwerk Kanak Attak aktiv und Mitbegründer der Initiative “Keupstraße ist überall”. Mit dem Kollektiv Dostluk Sineması hat er 2014 das Buch “Von Mauerfall bis Nagelbombe. Der NSU-Anschlag im Kontext der Pogrome und Anschläge der neunziger Jahre” publiziert, in dem eine migrantische Perspektive auf den NSU-Komplex geworfen wird. Zuletzt organisierte er im Mai 2017 das Tribunal NSU-Komplex auflösen in Köln mit, auf dem unzählige Initiativen und Akteure aus der Perspektive der Migration zusammen mit Betroffenen des NSU-Terrors und Angehörigen von Opfern eine gesellschaftliche Anklage des strukturellen Rassismus formulierten.

 

Foto: Carolin Wessel

Nadia Shehadeh ist Soziologin und lebt in Bielefeld, wo sie auch ihr Studium abgeschlossen hat. 2010 begann sie mit dem bloggen und schloss sich ein  Jahr später dem Autor_innenkollektiv des feministischen Blogs maedchenmannschaft.net an – eins der immer noch größten ehrenamtlich betriebenen feministischen Blogprojekte Deutschlands, das neben Texten neuerdings auch regelmäßig einen eigenen feministischen Podcast produziert. Sie betriebt auch ihre eigene Plattform shehadistan.com, auf der sie seit 2012 mit intersektionalem Anspruch über Feminismus, Rassismus und Popkultur bloggt und sich außerdem mit digitalem versus analogen Aktivismus auseinandersetzt. Sie schreibt regelmäßig für diverse Print- und Online-Formate, ist als Referentin aktiv und hat in der Vergangenheit verschiedene aktivististische Kollektive unterstützt, unter anderem Bühnenwatch.

Foto: © Astrid di Crollalanza

Néhémy Pierre-Dahomey wurde 1986 als Kind eines Pastors in Port-au-Prince, Haiti, geboren und lebt seit 2013 in Paris. Er hat Philosophie in Port-au-Prince und Paris studiert und über Henri Bergson gearbeitet. Die Zurückgekehrten ist sein Debütroman, er wurde mit dem Prix Révélation 2017 der Société des Gens de Lettres, mit dem Prix de soutien Cino Del Luca auf Vorschlag der Académie Française sowie mit dem Prix Carbet des Lycéens de la Caraïbe 2018 ausgezeichnet.

Pasquale Virginie Rotter

Pasquale Virginie Rotter, ist seit 2008 bundesweit als Fachreferentin, Performerin, Empowermenttrainerin, Moderatorin und Autorin tätig. Eine holistische Perspektive auf Körper und Intellekt in rassistischen und sexistischen Machtverhältnissen sowie transgenerational vermittelte Traumata ist ihr wichtig und für ihre Arbeit charakteristisch. 2010 entwickelte sie den Ansatz Empowerment in Motion, der Körper-, Biografiearbeit und Bewegungsimprovisation zusammenführt. 2013 wurde sie von Nzitu Mawakha im Fotoband Daima. Images of Women of Color portraitiert. Sie war Performerin u.a. im deutsch-ägyptischen Performanceprojekt Earthport in Berlin und Kairo. 2015 initiierte sie das 2017 erschienene feministische und adultismuskritische Kinderbuch Wir sind Heldinnen! Unsere Geschichten. 2017 war sie Teilnehmerin der Schreibwerkstatt des Literarischen Colloqiums Berlin, Anfang 2018 als Artist in Residence in Fordypningsrommet (Norwegen). Dort startete sie das instagram-Projekt #thelovinggaze, in dem sie digitale Selbstportraits mit empowermentorientierter Körperarbeit verbindet. Mit Janine Fuentes Rygalski leitet sie eine monatliche Empowerment-Schreibwerkstatt für BPoC-FLIT* in Berlin.

Simone Dede Ayivi

Foto: Juliane Kremberg

Simone Dede Ayivi hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim studiert. Heute lebt sie in Berlin, produziert Text und macht Theater. In ihrer Performance “Krieg der Hörnchen” arbeitet sie sich durch ein akribisch zusammengestelltes Hörnchenarchiv, um in Soundcollagen und Videoprojektionen Deutschtümelei und Xenophobie zu verhandeln.
In Ihren Inszenierungen am Ballhaus Naunynstraße arbeitet sie mit Schauspieler_innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen diese im Alltag und am Theater konfrontiert werden. Ihre Arbeiten erkunden Klischees und widersetzen sich der Darstellung des „Fremden“ und „Anderen“ indem Stereotype hinterfragt, zerlegt und durch neue widerständige Bilder ersetzt werden.Im September 2014 hatte ihre Arbeit “Performing Back – Eine zukünftige Erinnerungsperformance” zur deutsch-togoischen Kolonialgeschichte in Berlin an den Sophiensaelen Premiere. Ab Herbst 2016 wird ihre neue Show “First Black Woman In Space” zu sehen sein.

Tunay Önder

Tunay Önder ist Angehörige des akademischen Lumpenproletariats und in verschiedenen Parallelgesellschaften publizistisch, performativ und politisch tätig. 2011 gründete sie zusammen mit Imad Mustafa den für den Grimme-Award nominierten Blog Migrantentstadl als virtuelles Spielzimmer für postmigrantische Geschichten und Ansichten mit dadaistischem Einschlag. In scheinbar nebensächlichen Fragen, Randnotizen, alltäglichen Beobachtungen, Tonaufnahmen und Skizzen verdichten sie marginalisierte Perspektiven zu einem virtuellen Raum und irritieren damit herrschende Vorstellungen und Narrative.  2016 erschien Migrantenstadl als gleichnamiges Buch zum Blog im Unrast Verlag. Seither nutzt Tunay Önder den Blog als Archiv für die Entwicklung performativer, installativer und publizistischer Formate wie Buchprojekte, audio-visuelle Lecture Performances sowie Installationen.

 

Tunay Önder ist Mitherausgeberin von Urteile. Ein dokumentarisches Theaterstück über die Opfer des NSU (Unrast, 2016). Anlässlich des Tribunals „NSU-Komplex-Auflösen“ hat sie die Veranstaltungsreihe Aynwanderunk – Nix Sürük! an den Münchner Kammerspielen kuratiert (2016/2017). Ihre multimediale Installation Transtopischer Teppich wird im Rahmen der Dauerausstellung „Typisch München“ im Stadtmuseum München zu sehen sein. Derzeit arbeitet sie mit Komplizinnen des Migrantenstadl an ihrer Lecture Performance „Deutschstunde“, die im Herbst 2018 in der Galerie Kullukcu zur Aufführung kommt. Auf der Wiesbaden Biennale 2018 wird Tunay Önder das Migrantenstadl als 10-tägiges Happening in der Spielstätte Wartburg inszenieren.

Yannicka Riebensahm

Yannicka Riebensahm ist 22 Jahre jung und studiert zurzeit Kulturwissenschaften in Leipzig. Hier engagiert sie sich im FSR, einer angehenden B*POC Hochschulgruppe und der örtlichen ISD für Rechte und Empowerment von B*POC im Osten Deutschlands. Die Passion für diese Kämpfe entwickelten sich in der ISD Hannover und dem Hotspot of Power, sowie dem aufwachsen im Internet und herumtreiben auf Instagram. Am liebsten arbeitet sie jedoch an der Ukulele und am (Make-up) Pinsel, um marginalisierte Perspektiven sichtbar und hörbar zu machen und bei all diesen Gründen mad zu sein noch lächelnd das Haus verlassen zu können.